Wie alles kam

Eine Idee zu haben ist das eine – diese Idee dann auch zum Leben zu erwecken das andere.

Hier möchten wir beschreiben wie das bei uns ablief – die muu Story eben!

Wir konnten nicht auf eine geeignete Bäckerei, auf bewährte Lieferanten etc. zurückgreifen. Stattdessen starteten wir wirklich Anfang 2010 lediglich mit der Idee, Kuchen im Glas zu produzieren, der schmecken sollte wie selbst gebacken.

Zu diesem Zweck entwickelten wir eine Reihe von Rezepten und produzierten die ersten Testkuchen, die in unserem Freundeskreis zum Verkosten herumgereicht wurden. Das Ergebnis war positiv. Die Kuchen schmeckten unseren Testern nicht nur, sondern sie bestellten in der Regel gleich weitere “Muster”. Das Konzept “schmeckt wie zu Hause selbst gebacken” schien zu funktionieren.

Doch was im Freundeskreis funktioniert, muss ja nicht unbedingt auch am anonymen Markt funktionieren. Wir wollten also einen echten “Praxistest” machen. Die ersten Verkaufsversuche machten wir mit einem Marktanhänger, den wir uns eigens gekauft hatten.

Und dann gelang es uns, einen Coffeeshop als Pilotkunden zu gewinnen. Und nachdem auch das geklappt hatte, entschlossen wir uns im September 2010 dazu, weitere potentielle Testkunden anzusprechen. So entstand bis Ende 2010 ein erster kleiner Kundenstamm.

Nach der erfolgreichen Testphase ging es in die nächste Phase.

Dazu waren in erster Linie zwei Dinge erforderlich: geeignete Räumlichkeiten und die Schaffung der rechtlichen Voraussetzungen, (d.h. insbesondere die Zulassung durch die Handwerkskammer)

Und so starteten wir unser muu Start-up klassisch: mit (Um-)bauarbeiten und Büffeln für die Prüfung bei der Handwerkskammer.

Im Laufe von 3 Monaten entstanden in unserem Haus eine vollständige Backstube mit Lager und kleinem Büroraum. Planung und Durchführung wurden weitestgehend in Eigenleistung erbracht. Parallel dazu wurde die erforderliche Prüfung bei der Handwerkskammer anfang 2011 erfolgreich abgelegt.

Im Mai 2011 war dann alles komplett: die Eintragung in die Handwerksrolle war erfolgt und die Backstube war fertiggestellt und abgenommen. Nun konnte es richtig losgehen.

Der erste Auftrag über 60 Kuchen ging bei uns ein – ein großer Erfolg.

Und dann kam der erste Auftrag über 2000 Kuchen. Wir waren glücklich – auch wenn wir noch nie zuvor eine solche Menge gebacken hatten. Die Herausforderung ist ja nicht nur, den Kuchen selbst zu produzieren. Daneben müssen individuelle Etiketten erstellt werden, Verpackungsmittel gefunden werden etc. etc. und das Ganze schließlich zum gewünschten Zeitpunkt an die verschiedenen Filialen des Unternehmens geliefert werden. Am Ende klappte alles perfekt – der Kunde war zufrieden und wir waren stolz.

Nachdem 2011 ja geschäftlich gewissermaßen nur ein Halbjahr war, waren wir nun gespannt wie sich die Dinge im Weiteren entwickeln würden. Wir wurden nicht enttäuscht. Nicht nur dass wir genügend Aufträge hatten. Neue Ideen entwickelten sich und konnten in Produkte umgesetzt werden. Und mit der Zeit entstand ein Netzwerk von Partnern.

Ende 2013 wurden unsere bisherigen Räumlichkeiten definitiv zu klein. Nachdem wir alle Möglichkeiten ausgeschöpft hatten, Räume anzumieten, standen wir vor der Entscheidung: Vergrößern oder Aufgeben.

Wir entschieden uns für Vergrößern – schließlich machte (und macht) uns unser Kuchen Projekt so viel Spaß, dass wir uns ein muu Kuchen-loses Leben gar nicht mehr vorstellen konnten. Die Entscheidung fiel sozusagen einstimmig: wir wollten weitermachen!

In der Gemeinde Hausen bei Würzburg fanden wir ein geeignetes Grundstück für unser Vorhaben. Die Entscheidung fiel, dort unsere Manufaktur in Modulbauweise zu errichten

Dann wurde ein genauer Projektplan für unsere muu Projekt erstellt (… gelernt ist gelernt…).

Bis März 2014 sollten die technischen Fragen geklärt sein,  bis Juni die Anlage stehen, und ab September sollte dort produziert werden.

Im Januar 2014 begannen wir damit, die Anbieter von geeigneten Modulsystemen zu besuchen und uns mit den technischen Vor- und Nachteilen der jeweiligen Lösungen vertraut zu machen – ein zeitaufwendiger Prozess. Immerhin führte uns unsere Recherche durch halb Europa!

Nach einigen arbeitsreichen Wochen entschieden wir uns für einen Hersteller. Das entsprechende Angebot lag auf dem Tisch und wir hätten unterschreiben können.

Für uns eine sehr große Entscheidung. Und weil sie so groß war recherchierten wir noch ein letztes Mal, ob es nicht doch noch eine Alternative gäbe.

Und tatsächlich fanden wir einen Anbieter aus unserer Region, der gerade über ebay eine gebrauchte Schulanlage anbot.  Diese war zwar vom Grundriss her nicht ideal. Ansonsten wurde aber alle unsere Anforderungen erfüllt. Die Entscheidung fiel schnell!

Der weitere Fortgang der Story verlief rasant: Freitag im Internet gesehen – Samstag am Standort Nähe Mainz besichtigt – Montag Vorvertrag abgeschlossen- Bauantrag in Rekordzeit von 4 Wochen erstellt und genehmigt – Anlage gekauft.

Eine weitere Woche später stand die Anlage auf unserem Grundstück. Wir waren Besitzer einer „Manufaktur Rohbaus“.

Von nun an hatten wir keine freie Minute mehr: der Umbau der ehemaligen Schule in eine Kuchenmanufaktur wurde mit einem sehr großen Anteil an Eigenleistung durchgeführt. Wir arbeiteten praktisch rund um die Uhr. (wer unsere Facebook Seite verfolgt kann sehen, dass wir in dieser Zeit fast keine Postings gemacht haben!)

Anfang September wurde das Ergebnis dann von Berufsgenossenschaft und Lebensmittelkontrolle begutachtet und am 10.9.2014 startete der Testbetrieb um Abläufe, Ausstattung etc. aufeinander abzustimmen.

2015

the muu story goes on – Wir lassen uns überraschen!